Die CPAP-Beatmung

Die Wirkungsweise einer CA-Maske (vereinfacht)

Die CPAP-Beatmung gibt es für verschiedene Einsatzgebiete. Neben der Notfallmedizin auch und vor allem bei der Behandlung einer obstruktiven Schlafapnoe. CPAP ist die Abkürzung für das englische „continuous positive airway pressure“, was sinngemäß übersetzt stetiger Luftüberdruck bedeutet. Der Druck wird im Gegensatz zu anderen Systemen (APAP, BiPAP) vom Arzt voreingestellt. Die eigene Atmung des Patienten, und damit auch die Atemwege sowie die Lungenbläschen, werden bei der Ein- und Ausatmung mit einem über dem normalen atmosphärischen Standard liegenden Überdruck (5 bis 20 Millibar) unterstützt. Während das System die Einatmung erleichtert, wird die Ausatmung etwas erschwert und eine etwas größere Menge an Luft verbleibt in der Lunge. Das hat zur Folge, dass die Atemwege offen gehalten werden und nach dem Ausatmen nicht zusammenfallen. Einer der Hauptursachen der Schlafapnoe wird somit entgegengewirkt.

Der Aufbau einer CPAP-Maske

Der Schlafapnoe-Patient bzw. die CPAP-Maske wird über ein Schlauchsystem mit dem Überdruck erzeugenden Therapiegerät verbunden, welches im Normalfall neben dem Bett steht. Der Schlafpatient ist durch diese Verbindung in seiner Beweglichkeit während des Schlafes spürbar eingeschränkt. Dieser Umstand und die Tatsache, dass die Maske die Einschlafphase „prägt“ und danach mehrere Stunden auf dem Gesicht sitzt, macht es enorm wichtig, die beste Maske für sich zu finden. Es gibt heute glücklicherweise auch CPAP-Masken für Frauen, welche sich durch ihre kleinere Form, dem Gesicht der Frau optimal anpassen. Grundsätzlich gibt es 3 verschiedene Formen der CPAP-Maske für die Schlafapnoe-Therapie:

Die Mund-Nasen-Maske (nicht zu verwechseln mit der seltenen Vollgesichtsmaske) bedeckt den Mund und die Nase und ist dadurch die erste Wahl für Menschen, die Beim Schlaf durch den Mund atmen. Auch wenn man im Normalfall durch die Nase atmet, ist eine Mund-Nasen-Maske als Zweitgerät immer richtig – zum Beispiel im Fall einer Erkältung.

Die Nasenmaske ist der meist verwendete Maskentyp und bedeckt, wie der Name schon suggeriert, die gesamte Nase und der Mund bleibt frei. Ein wichtiger Punkt ist
Die Nasenpolstermaske ist die kleinste und leichteste Variante. Hier bleibt auch der Nasenrücken frei und nur die Nasenlöcher schließen mit der Maske ab. Das ist, mit Ausnahmen, die optimale Variante für den Schlaf auf der Seite, für Vollbart- und Brillenträger, sowie für Personen mit Platzangst.

Die Vollgesichtsmaske (wie eine Feuerwehrschutzmaske das gesamte Gesicht bedeckend) und die Mundmaske kommen seltener zur Anwendung. Die Mundmaske wird ersatzweise bei Problemen wie Schnupfen verwendet. Aber auch hier ist die Mund-Nasen-Maske die bessere Wahl.

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Die Handhabung einer CPAP Maske

Zuallererst muss man sorgfältig die richtige CPAP-Maske für sich finden. Hier zählen nicht nur die Form und Passgenauigkeit, auch das an der Haut anliegende Material ist von entscheidender Bedeutung. Die Maske muss so fest sitzen, dass keine Luft abseits der gewollten Luftströme austreten kann. Die Maske muss aber wiederum auch so locker sitzen, dass ein längeres Tragen zu keinen Druckstellen führt. Für den generellen, perfekten Andruck der Maske sind die Tragegurte bzw. Befestigungsbänder das entscheidende Element. Sie sollten unkompliziert und stufenlos einstellbar sein. Oft wird die Maske zu selten oder zu wenige Stunden pro Nacht getragen, weil sie unangenehm sitzt. In diesen Fällen ist es schade um die Anschaffung und man sollte schnell zu einem besseren Modell wechseln. Das Beatmungsgerät muss in der richtigen Entfernung stehen, um mit dem Schlauch genügend Bewegungsfreiheit (Seite wechseln) zu gewährleisten.

Nachteile

Wie überall, gibt es auch bei dieser Technik Nachteile, die vor einem Kauf zu beachten sind. Die meisten positiven und negativen Merkmale kann man aber schon bei einer Probe herausfinden. Der erste Punkt ist natürlich das Tragen der Maske an sich. Das ist stark gewöhnungsbedürftig und sollte in Ruhe trainiert werden. Für feinfühlige Ohren ist die CPAP-Beatmung nicht immer problemlos, denn das Beatmungsgerät ist akustisch wahrnehmbar. Als störender wird aber das Geräusch eines schlecht funktionierenden Schlauch/Ventilsystems empfunden. Hier gilt auch wieder: Maske wechseln. Durch das Tragen kann es zu einer verstopften und trockenen Nase (hier auch die Schleimhaut) kommen. Abhilfe sollte ein passender Luftbefeuchter schaffen. Der größte „Nachteil“ ist sicher die Tatsache, dass die CPAP-Beatmung nur die Symptome einer Schlafapnoe lindert, nicht aber die Ursachen bekämpft. Einige Möglichkeiten des gezielten Trainings gibt es durchaus. Einen Versuch ist das allemal Wert.

Quellen

Wikipedia / CPAP-Beatmung

S3-Leitlinie „Nicht erholsamer Schlaf/Schlafstörungen“ Deutsche Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (Stand: 2009)

Ernst Bahns: Mit dem Pulmotor fing es an. Die Geschichte der maschinellen Beatmung. Drägerwerk, Lübeck 2014, (Das Beatmungsgerät im klinischen Einsatz – Eine Übersicht) und (Atmung und Beatmungsverfahren – Ein grundsätzlicher Unterschied).

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